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GPA-djp Jugend

Geringfügige Beschäftigung

Eine geringfügige Beschäftigung ist an keine genaue Stundenanzahl gebunden. Wann und wo du wie viele Stunden arbeiten musst erfährst du hier.

Egal ob neben Schule oder Uni, viele verdienen sich im Nebenjob Geld dazu. Nicht immer ist dabei aber ganz klar, ob mit der Bezahlung und der Arbeitszeit alles stimmt. Oder hast du gewusst, dass dir als geringfügig Beschäftigte/r Urlaubs- & Weihnachtsgeld zustehen? Wir bringen Klarheit in die Sache und informieren über deine Rechte.

Arbeitsvertrag

Bist du geringfügig als Angestellte/r oder ArbeiterIn beschäftigt, musst du einen Arbeitsvertrag oder zumindest einen Dienstzettel bekommen. So ein Dienstzettel enthält Angaben zu Arbeitszeit und Arbeitsort, gültigem Kollektivvertrag, Entlohnung, Urlaubsausmaß und vielem mehr. Bei anderen Dienstverhältnissen wie einem freien Dienstvertrag oder einem Werkvertrag gelten andere Regelungen.

Als geringfügig beschäftigte Angestellte gelten für dich genau wie für Vollzeit Beschäftigte der Kollektivvertrag, das Arbeitsrecht und alle sich daraus ergebenden Regelungen. Es bedeutet aber auch, dass du Urlaubs- und Weihnachtsgeld bekommen musst. Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden beispielsweise nicht für die Zuverdienstgrenze zur Familienbeihilfe herangezogen.

Urlaub

Du hast Anspruch auf fünf Wochen bezahlten Urlaub, der aliquot, also anteilsmäßig zu deinem Stundenausmaß berechnet wird. Wenn du also regelmäßig am Samstag im Supermarkt an der Kasse arbeitest, kannst du dir an fünf Samstage pro Jahr frei nehmen. Aber aufpassen: Der Urlaub ist mit dem/der ArbeitgeberIn zu vereinbaren.

Kollektivvertrag

Der Kollektivvertrag wird von den Gewerkschaften verhandelt und sichert z. B. dein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, dein monatliches Gehalt, die Bezahlung der Überstunden bzw. Mehrstunden, Anspruch auf Pflegefreistellung, zusätzliche freie Tage und vieles mehr. Hier sind die wesentlichen Pflichten und deine Rechte geregelt.

Versicherung

Bei der Sozialversicherung musst du aufpassen. Solange deine Bezahlung die Geringfügigkeitsgrenze von 438,05 € (Stand 2018) nicht übersteigt, muss dich dein/e ArbeitgeberIn nur unfallversichern. Kranken-, pensions- oder arbeitslosenversichert bist du in diesem Fall nicht. Du kannst dich aber bei deiner Gebietskrankenkasse zur Selbstversicherung melden, wenn du beispielsweise nicht mehr mit deinen Eltern mitversichert bist.

Wie viele Stunden musst du arbeiten

Oft passiert es, dass NebenjobberInnen mehr Stunden arbeiten als sie müssten. Damit dir das nicht passiert, informier dich bei der GPA-djp Jugend wie viele Stunden durch deine geringfügige Bezahlung abgedeckt sind. Meist sind es weniger als du denkst. Je nach Branche und Kollektivvertrag sind bis zur Geringfügigkeitsgrenze unterschiedlich viele Stunden pro Woche/Monat enthalten. Das hängt damit zusammen, dass die Mindestgehälter für Vollzeitstellen in den einzelnen Branchen unterschiedlich hoch sind. Die Anzahl der Stunden, die sich für das Maximal-Entgelt von 438,05 € für eine geringfügige Beschäftigung ausgehen, werden aliquot ausgerechnet. Mit unserem Geringfügigkeitsrechner kannst du dir auch selbst die Stunden für deine Beschäftigung ausrechnen.
 

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