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GPA-djp Jugend

Ich hab einen Werkvertrag

und dazu viele Fragen!

Folgende Eigenschaften treffen auf einen Werkvertrag zu.

  • Du gehst ein Zielschuldverhältnis ein, d.h. du schuldest ein Ergebnis.
  • Du verpflichtest dich zur Herstellung eines Werkes bzw. Erbringung einer Dienstleistung gegen Entgelt.
  • Als AuftragnehmerIn musst du deine eigenen Betriebsmittel verwenden.
  • Die Leistung musst du nicht persönlich erbringen, d.h. du kannst dich vertreten lassen.
  • Das Erfolgsrisiko trägst du als AuftragnehmerIn.

Rechtliche Grundlage: Allgemein Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB)


Sozialversicherung

  • Dein/e AuftraggeberIn hat keine Beitragspflicht und keine Meldepflicht zur Sozialversicherung, d.h. du bist selbst dafür verantwortlich, dich bei der Gewerblichen Sozialversicherungsanstalt (SVA) zu melden. Wenn du dies nicht tust, dann drohen dir im Folgejahr Nachzahlungen und Strafzuschläge (in der Höhe von 9,3 Prozent von der Beitragsgrundlage).
  • Die Versicherungsgrenze beträgt EUR 5.108,40. Diese Versicherungsgrenze gilt unabhängig davon, ob du deine selbständige Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich ausübst oder ob sie die einzige Einkommensquelle ist oder nicht.
  • Dieser errechnet sich folgendermaßen: du rechnest das steuerpflichtige Einkommen (Einnahmen minus Ausgaben) plus Hinzurechnungen (gemäß § 25, Abs. 2 GSVG), diese sind vor allem bezahlte Kranken- und Pensionsversicherungsbeiträge. Unter dieser Grenze besteht keine Sozialversicherungspflicht.
  • Der Beiträge in der Pensionsversicherung betragen 18,50 Prozent, in der Krankenversicherung 7,65 Prozent und die Selbständigenvorsorge 1,53 Prozent des Bruttogehaltes. Die Unfallversicherungsbeiträge sind unabhängig vom Einkommen und betragen im Monat Euro 9,33 (Stand 2017). Die Beiträge werden vierteljährlich vorgeschrieben.

Genaue Informationen zur Sozialversicherung für Neue Selbständige findest du auf der Website der SVA.

Rechtliche Grundlage: Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz (GSVG) 


Steuer

  • Freie Dienstverträge, Werkverträge und Einkommen aus Gewerbeschein werden steuerlich wie betriebliches Einkommen behandelt.
  • Ab einem steuerlichen Gewinn von Euro 11.000,- (Stand 2017) pro Kalenderjahr musst du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Dann beginnt die Steuerpflicht.
  • Die Einkommensteuererklärung musst du bis 30. April des Folgejahres abgeben, per Internet mit Nutzung von finanz-online kannst du sie bis zum 30. Juni des Folgejahres durchführen.
  • Einnahmen, die du als freie/r DienstnehmerIn oder WerkvertragsnehmerIn erzielst, sind umsatzsteuerpflichtig. Allerdings kannst du die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen, wenn dein jährlicher Umsatz unter Euro 30.000,- liegt.

Rechtliche Grundlagen: Einkommensteuergesetz (EstG), Umsatzsteuergesetz (UStG)

 

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