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GPA-djp Jugend

GPA-djp-Dürtscher: 12-Stunden-Tag bedeutet Lohnraub und Scheinfreiheit

Loacker redet von Arbeitszeit wie der Blinde von der Farbe

Wien (OTS) – „Die Aussagen von NEOS-Mandatar Gerald Loacker zur Arbeitszeit erinnern an das Sprichwort vom Blinden, der von der Farbe redet“, kommentiert Karl Dürtscher, stv. Bundesgeschäftsführer der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier): „Natürlich ist es ein Vorteil für ArbeitnehmerInnen, wenn sie flexibel arbeiten können, allerdings nicht dann, wenn die Arbeitgeber die Arbeitszeiten einseitig verordnen – es geht um das Mitspracherecht der Beschäftigten. Arbeitszeitflexibilisierung ist kein Wunschkonzert der Arbeitgeber!“

Kollektivverträge sind bestens dazu geeignet, branchenspezifische Lösungen zu finden, um die Wettbewerbssituation entsprechend berücksichtigen zu können. Betriebsvereinbarungen bieten Gestaltungsspielräume auf der betrieblichen Ebene, um  auf Auftragsschwankungen reagieren zu können. Viele Unternehmen machen davon Gebrauch, genau deswegen dürfen Betriebsvereinbarungen von einer Änderung des Arbeitszeitgesetzes nicht overruled werden, so Dürtscher: „Die Superaufträge, die angeblich am österreichischen Arbeitszeitgesetz scheitern, gehören ins Märchenbuch. Mit der Lebensrealität der ArbeitnehmerInnen haben sie wenig zu tun“. Österreichs ArbeitnehmerInnen leisteten im Vorjahr 2016 rund 254 Millionen Überstunden, 52 Millionen davon wurden weder in Zeit, noch in Geld abgegolten. „Das bedeutet einen Einkommensentfall von 1,3 Milliarden Euro. Bei einem generellen 12-Stunden-Tag ohne Zuschlagspflicht würde sich diese Summe exorbitant erhöhen“, erklärt Dürtscher abschließend: „Das hätte nichts mit Freiheit und Rechtssicherheit zu tun, es wäre Lohnraub und Scheinfreiheit - nicht mit uns!“

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