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GPA-djp Jugend

Proletenalarm - ArbeiterInnenkinder an den Unis

Die österreichischen Universitäten zählen immer mehr Studierende, das Geld ist knapp, die Ressourcen unzureichend. Da befürchtet eine bestimmte Elite die Überschwemmung der Unis durch eine fast ausgestorbene Spezies der ArbeiterInnenkinder. Proletenalarm!

Gleich zu Beginn, bevor die Panik ausbricht: Kinder aus ArbeiterInnenfamilien, die zu studieren beginnen, sind eine verschwindend geringe Minderheit. Dennoch wird seit Jahren alles daran gesetzt, auch noch die paar Wenigen, die es trotz widrigster Umstände geschafft haben zu studieren, von dort wieder zu vertreiben.

Soziale Bildungsdurchlässigkeit existiert nicht

Die Schulbildung der Eltern und ihre Stellung im Beruf wirken sich erheblich auf die Bildungslaufbahn der Kinder aus. Auch beeinflussen die regionale Herkunft und Vorbildung der Studierenden sowie das (Nicht-) Vorhandensein von Bildungseinrichtungen in der näheren Umgebung die Studienwahl. Genauso spielen auch Migrationshintergrund, Sprache und das Geschlecht eine wesentliche Rolle für das Glücksrad der Bildungslaufbahn. Und dieses Glücksspiel der sozialen Selektion beginnt bereits in der Kindheit.

Gleich ist nicht gleich

Obwohl der Lehrplan eines Unterstufengymnasiums und der einer Hauptschule gleich sind, ist der Bildungsstand der Jugendlichen am Ende kaum zu vergleichen. Ein Wechsel von der Hauptschule in die Oberstufe eines Gymnasiums wird durch Zusatzprüfungen erschwert. Weiters ist die Wahrscheinlichkeit nach dem Besuch der Hauptschule später irgendwann einmal zu studierend verschwindend gering. Ähnlich ist es mit der Neuen Mittelschule, welche in der Form (parallel zur Unterstufe der Gymnasien) keinen Beitrag zur Bildungsdurchlässigkeit und gegen die soziale Selektion leistet. Großteils sind es die Kinder aus Arbeiterinnenfamilien oder der, wenn man so sagen möchte, niedrigeren Schicht, welche die Hauptschulen (und Neue Mittelschulen) besuchen.

Das darf nicht sein

Die Bildung der Kinder darf nicht von der Bildung und sozialen Schicht der Eltern abhängen und einem quasi in die Wiege gelegt werden. Jede und jeder muss die uneingeschränkte Möglichkeit haben sich so weit zu bilden, wie sie/er das gerne möchte und den uneingeschränkten Zugang zu Wissen bekommen. Und bestimmt ist Bildung nicht ausschließlich für die Elite und Reichen unserer Gesellschaft. Nein, auch wir Proleten haben das Recht auf Bildung und lassen uns auch nicht das Recht darauf nehmen. Für soziale Durchlässigkeit und Chancengleichheit im Bildungssystem! - Vom Kindergarten bis zur Universität. ArbeiterInnenkinder an die Unis!

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