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GPA-djp Jugend

Wir scheißen auf den Märchenprinz

Am 8. März war Weltfrauentag und noch immer kämpfen wir für gerechte Einkommen zwischen Männern und Frauen. Österreich hinkt im Vergleich mit den anderen EU-Ländern sehr weit hinterher.

Frauen sind nicht schlechter ausgebildet als Männer, verdienen aber weniger und sind öfter arm. 1,5 Millionen Menschen in Österreisch sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet, das sind 18,3 Prozent. Bezogen auf die Haushaltseinkommen sind in Österreich 13,9% der Bevölkerung armutsgefährdet, das entspricht 1.178.000 Personen. Geschlechtsspezifische Unterschiede können auch hier nicht bzw. nur unzureichend dargestellt werden (Männer 12%, Frauen 14%). Dennoch verdienen Frauen gemessen am mittlerern Bruttojahreseinkommen ca 39 Prozent weniger als Männer.

Gleichberechtigt und doch nicht gleichwertig

Zwar gibt es seit den 70er Jahren kein Gesetz mehr, das die Frau dem Mann gegenüber als minderwertig bezeichnet. Dennoch hat sich an der tatsächlichen Benachteiligung von Frauen im Berufsleben und anderen Gesellschaftsbereichen wenig geändert. So sind die Einkommen in Branchen in denen hauptsächlich Frauen arbeiten - zum Beispiel im Einzelhandel, Dienstleistung, Pflege - besonders niedrig. In männerdominierten Berufen, wie etwa in der Metall- oder Chemieindustrie, sind die Einkommen viel höher. Die Teilzeitarbeit ist ein weiterer Grund dafür, dass Frauen noch immer ärmer sind als Männer.

Gesucht: Märchenprinz

Auf Grund dieser traurigen Aussichten bekommen viele Mädchen noch immer zu hören, sie sollten sich Ausbildung und Karriere gleich aus dem Kopf schlagen und besser nach dem Traummann Ausschau halten, nach einem zum Heiraten halt, nach einem Versorger. Kurz: Dem Märchenprinzen. Auch für viele Kollegen scheinen Frauen ja besser zu Kindern, Küche und Kirche zu passen, als zu einer beruflichen Karriere. Das Dasein als Hausfrau und Mutter führt in vielen Fällen aber in eine Sackgasse ohne Auf- oder Ausstiegschancen. Dennoch werden viele Mädchen noch immer in diese Richtung erzogen, werden von frühester Kindheit an auf die Rolle als Hüterin von Heim und Herd vorbereitet. Mädchen sollen brav und ruhig sein und müssen hübsch aussehen. Das "Hinausgehen und die Welt erobern" ist Buben- oder Männersache. Ein weiterer Grund dafür, dass Frauen noch immer ärmer sind als Männer.

Wir scheissen auf den Märchenprinz!

Wir von der GPA-djp Jugend halten nichts von Märchenprinzen. Wir wollen, dass Frauen und Männer endlich gleichberechtigt sind. Bis dahin gibt es allerdings noch immer eine Menge Barrieren aus dem Weg zu räumen. Denn niedrige Einkommen und rollentypische Erziehung sind Teile der strukturellen Gewalt an Frauen, die wirkliche Gleichberechtigung verhindert. Frauenfeindliche Plakate und TV-Sendungen, in denen Frauen "vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan" operiert werden, gehören ebenso in diesen Bereich wie die Tatsache, dass es noch immer Lehrberufe, Schulen und Studienrichtungen gibt, in denen Mädchen und Frauen kaum eine Chance haben.

Mehr Infos zum Thema

Mit all diesen Bereichen struktureller Gewalt an Frauen setzt sich eine Broschüre der GPA-djp Jugend auseinander. Du kannst sie hier bestellen oder downloaden. Achtung: Um etwas downloaden zu können, musst du eingeloggt sein.

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