GPA-djp Jugend - GPA-djp Jugend fordert Übernahme der Internatskosten für Lehrlinge
GPA-djp Jugend
Arbeitgeber sollen Kosten für das Berufsschulinternat für Lehrlinge übernehmen.
Die rund 4000 Unterschriften wurden in der WKO an den Geschäftsführer der Bundessparte Industrie, Andreas Mörk, übergeben.
Mehr als 4.000 Unterstützungsunterschriften wurden gesammelt.

GPA-djp Jugend fordert Übernahme der Internatskosten für Lehrlinge

GPA-djp Jugend zeltet vor Wirtschaftskammer

"Mit einer Lehrlingsentschädigung den Lebensunterhalt zu bestreiten, also Wohnung, Essen, Kleidung und mehr damit zu bezahlen, das ist schon schwer genug. Wenn Lehrlinge auch noch für die Kosten für das Berufsschulinternat aufkommen müssen, stellt das für die meisten eine enorme Belastung dar", erklärt Susanne Hofer, gf. Bundesjugendvorsitzende der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier). Die Kosten für das Berufsschulinternat betragen bis zu 900 Euro jährlich. Nicht alle Lehrlinge haben das Glück, in einer Branche ausgebildet zu werden, für die der Kollektivvertrag bereits die Übernahme dieser Kosten durch den Arbeitgeber regelt. Schätzungen zufolge müssen Österreichs Lehrlinge jährlich 27 Millionen Euro für das Berufsschulinternat bezahlen.

Bilder von der Aktion und der Übergabe der Unterschriften finden Sie HIER.

Große Unterstützung

Vor diesem Hintergrund verwundere es nicht, dass die im Herbst gestartete Kampagne "Zimmer statt Zelt" große Unterstützung fand, so Hofer weiter. Tausende Unterschriften zur Unterstützung dieser Forderung wurden gesammelt. Zum Abschluss der Kampagne machten JugendaktivistInnen vor der WKO in Wien auf das Anliegen Tausender Lehrlinge aufmerksam: "Wir haben die vergangene Nacht vor der WKO in Wien campiert. Viele PassantInnen und BesucherInnen haben uns ihre Solidarität versichert und mit ihrer Unterschrift die Forderung unterstützt", so Hofer.

4000 Unterschriften

Heute früh wurden die rund 4000 Unterschriften in der WKO an den Geschäftsführer der Bundessparte Industrie, Andreas Mörk, übergeben. "Wir gehen davon aus, dass unsere Kampagne starker Rückenwind ist für die nächsten Kollektivvertragsverhandlungen in Branchen, in denen die Lehrlinge noch selbst für das Internat bezahlen müssen", so Hofer abschließend: "Auch hier gilt die Devise: bezahlen statt abzocken!"

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